Kommers zum 100-jährigen Bestehen des VfB 1911 Uslar

 

Der VfB Uslar ist nicht nur  wegen des Fußballs, sondern wegen seines Vereinslebens fast schon wie eine Familie. Das sagte Horst Heese in seiner Festrede, die neben den Ehrungen im Mittelpunkt des Kommersabends zum Auftakt der 100-Jahr-Feier stand.

Der Chef des Festausschusses nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit des Uslarer Traditionsvereins, wobei er es aber bei Momentaufnahmen beließ. Stationen waren nach der Gründungszeit unter anderem der Bau der August-Kerl-Kampfbahn 1934 und nach dem Zweiten Weltkrieg die Fusion von VfB und FC Uslar, der Niedersachsenpokalsieg 1955 als größter Erfolg in der Vereinsgeschichte und die Zeiten, als sogar die zweite Mannschaft auf Bezirksebene spielte.

Als wichtigste Nachkriegsereignisse beim VfB erinnerte der Festorganisator auch an die größten baulichen Meilensteine mit der Errichtung des Vereinsheims, der Tennisanlage
und der Sanierung der August-Kerl-Kampfbahn 1970. Zur Zukunft sagte der
Festredner, dass die Tradition nie Ruhekissen, sondern Sprungbrett für morgen
sein dürfe.



VfB-Vorsitzender Karsten Homes hatte nach dem Einmarsch des Festausschusses mit den jüngsten Nachwuchsfußballern von den G-Junioren der JSG Uslar-Solling die VfBer und die vielen Festgäste begrüßt, unter anderem aus Vereinen, der Wirtschaft, der
Politik und aus den Sportverbänden.

Gute Fußballer, verrückte Fans Homes nannte den VfB einen
Traditionsclub, der immer gute Fußballer und verrückte Fans hervorgebracht
habe. Wichtig war ihm der Dank an alle Helfer und Sponsoren wie Frank Fillmer,
der die ehemalige Tennishalle als Getränkelager nutzt und dem VfB zur Verfügung
stellte. „Es war schon abenteuerlich, daraus eine Festhalle zu zaubern", sagte
Homes. Aus dem Kreis der Helfer und Sponsoren hob Homes eine Person hervor,
„ohne die das Fest so nicht stattgefunden hätte": Horst Heese. Er bekam Extra-Applaus.

Höhepunkte des Unterhaltungsprogramms waren die beiden Auftritte der Volpriehäuser
Hip-Hop-Tanzgruppe „V-double-H". Außerdem gab sich Dennis Mordmüller aus Uslar
als Max-Raabe-Imitator. Die Gratulanten lobten vor allem die Jugendarbeit des
VfB und den integrativen Aspekt angesichts vieler ausländischer Sportler.

Zu den Gratulanten gehörten Uslars stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Pape-Lange, Landrat Michael Wickmann, Peter Karras vom Kreissportbund, August-Wilhelm Winzmann, Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, Kreis-Fußballchef Gerhard Haupt und Heinz-Willi Elter vom Turnerbund sowie Vertreter vieler Vereine aus
der Kernstadt und dem Umland.

Viele Ehrungen standen auf dem Programm des Kommersabends des VfB Uslar anlässlich seines 100-jährigen Bestehens.

Dabei ernannte der VfB drei Mitglieder aufgrund ihrer Verdienste zu Ehrenmitgliedern:

• Heinz Holze, der 30 Jahre im Vorstand saß und Stadionsprecher war,

• Klaus Kestel, der im Vorstand saß, Spieler, Trainer und Spielertrainer war, und

• Herbert Globisch, der auch im Vorstand saß, Fußballer, Trainer und Spielertrainer war.

Der VfB ehrte beim Kommers außerdem die Mitglieder, die dem Verein seit der Zeit vor 1950 angehören.

Da steht Friedrich Kerl an der Spitze, der beim VfB seit dem 1. April 1933, also seit 78 Jahre, Mitglied ist.

Weitere VfB-Veteranen sind Werner Bertram und Hermann Meyer (beide 65 Jahre Mitglied), Manfred Wirth (64Jahre), Rolf Warnecke (63 Jahre), Walter Hengst und Hermann Wilhelm (beide 61Jahre).

Für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrte der VfB Eckhard Brömsen und Georg Globisch mit goldenen Vereinsnadeln.

Für 25-jährige Zugehörigkeit wurden ausgezeichnet Erich Dörnte, Fred Eichmann,
Ingeborg Höpfinger, Willi Kreyhsing, Maik Siebrecht, Friedel und Monika Weber,
Hannelore Zeike und Uwe Kreike.



Der Fußballkreis Northeim-Einbeck ehrte durch seinen Vorsitzenden Gerhard Haupt folgende Fußballer, die 20 Jahre nach der Jugendfußballzeit noch aktiv sind: Matthias
Reck, Adel M´Kadmi, Uwe Kreike, Dirk Reimann, Volker Zufuß und Stefan Globisch.
Karsten Homes ist seit 25 Jahren beim VfB engagiert und erhielt vom
Fußballkreis eine silberne Ehrennadel.